Telefonzelle für alle

Eine Ideencollage auf der verschiedene überlappende Fotos sind: Eine gelbe Telefonzelle, eine Collage mit vielen Nationalflaggen, übereinandergelegte Hände von Personen, die im Kreis stehen, lachende Menschen, die ein Selfie aus der Vogelperspektive machen und das Logo der Gelben Hand.
Projekt
Erscheinungsjahr: 2014
Medienart: PDF
Autor:in: Nora Sophie Lichtenberg, Anne Buchholz, Laura Exner

Mit ihrer Telefonzelle starteten 3 Schülerinnen eine öffentliche Aktion, die für jeden erfahrbar ist. Ziel der Aktion ist, um Vielfalt und gegen Rassismus zu werben.

Zunächst sollen sich die Menschen eine übliche Telefonzelle vorstellen, wie man sie aus einem Wohnviertel kennt. Dies kann bei einigen Menschen dazu führen, dass man bei diesem unpersönlichen Ort ein Eckel Gefühl hat, sodass man es am liebsten sofort verlassen möchte. Deswegen haben die 3 Schülerinnen ein neues Konzept entworfen, dass man den kurzen Aufenthalt in einer Telefonzelle angenehm gestalten möchte. Um die Telefonzelle sichtbar zu machen, haben die Schülerinnen einen Außenanstrich gewählt, der sich aus allen Flaggen dieser Welt zusammensetzt. Dadurch soll Gemeinsamkeit vermittelt werden, indem sich jeder als Teil der großen weiten Welt fühlt. Im zweiten Schritt war ihre Überlegung, eine Hand zu gestalten, die als Türöffner dient. Um in die Telefonzelle zu gelangen, muss diese Hand berührt werden. In diesem Fall muss man den hygienischen Aspekt außer Acht lassen, viel wichtiger ist die Berührung mit der Hand, die bei jedem Menschen erfolgt und gleich ein gemeinschaftliches Gefühl erregt. Übersetzt könnte man sagen: „Hand in Hand und die Tür zum Telefonieren ist geöffnet“. Dadurch soll ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden. Im Inneren der Telefonzelle soll die Idee des „Miteinanderseins“ weiter gehen. Jeder der die Telefonzelle betritt, soll sich willkommen fühlen, deswegen wurde auf einer der vier Wände „Hallo“ in allen Sprachen übersetzt. Diese Wand ist in einem Hell-Dunkel-Kontrast gehalten, sodass die grauen Schriften auf der weißen Wand gut zur Geltung kommen. Ob Chinese oder Amerikaner, ob Deutscher oder Australier, jeder kann den Willkommensgruß aus seinem Land lesen und verstehen. Um in das jeweilige Wunschland zu telefonieren, wird logischerweise eine Vorwahl benötigt. Die Vorwahlen befinden sich in einem angefertigten Katalog, der neben dem Telefon liegt. Um die Suche leichter zu machen, wird jedes Land mit seiner Flagge angezeigt und dem zugehörigen Kontinent zugeteilt. Die anderen drei Wände sind in einer neutralen Farbe gestaltet und der Boden besteht aus grauem PVC, sodass diese bisschen Ruhe reinbringen. Zum Aufbau ist nur noch zu sagen, dass unter dem Telefon ein Regal zum Abstellen angebracht ist und nach und vor der Benutzung der Hörer mit einem Tuch abgewischt werden können.

Für so ein Projekt eignet sich am besten der Sozialkunde- oder Ethikunterricht in den berufsbilden Schulen. Denn die Lehrpläne in den genannten Fächern sehen einen Rahmen für die Beschäftigung mit Themen wie Vielfalt oder Rassismus vor, im Anschluss dazu kann ein ähnlicher Beitrag von Schüler:innen entstehen, der für Akzeptanz und Toleranz wirbt.