"Wir leben mit den Enkeln der Mörder"

Dokumentation einer Klassenfahrt der Maurer- und Isolierer-Oberstufe des Max-Born-Berufskollegs Recklinghausen nach Auschwitz in Polen im Jahr 2015

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Steinmauer. Darauf der Titel der Broschüre "Wir leben mit den Enkeln der Mörder".
Projekt
Projektträger:in: Max-Born-Berufskollegs Recklinghausen
Erscheinungsjahr: 2015
Medienart: PDF

Bei der Reise der Schüler:innen des Max-Born-Berufskollegs nach Auschwitz/Krakau stand die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und besonders die Verantwortung für den Holocaust im Vordergrund, für den der Name Oswiecim (Auschwitz) stellvertretend steht.

Ziel der Fahrt im Rahmen der politischen Bildung war einerseits eine konkrete und häufig auch nicht leicht auszuhaltende Beschäftigung mit den Konsequenzen menschenverachtender und menschenvernichtender Politik, andererseits aber auch eine Sensibilisierung für rassistische und antisemitische Tendenzen heute. Dabei zeigen die Beiträge der Teilnehmer z. B. über „IS und Nazis" oder über einen traumatisierten Auschwitz-Überlebenden, dass Geschichte uns auch heute und wo auch immer einholen kann.

Die Fahrt wurde im Deutsch-, Politik-, Wirtschafts- und Religionsunterricht und im Rahmen der Projektwoche 2014 unter dem Aspekt der monotheistischen Weltreligionen vorbereitet. Ein eineinhalbtägiges Seminar im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick im Anschluss an die Klassenfahrt diente darüber hinaus der Nachbereitung. Im Rahmen des Nachbereitungsseminars entstanden große Teile der Broschüre mit dem Titel „Wir leben mit den Enkeln der Mörder“. Der Ausspruch eines Teilnehmers bringt die Frage nach Schuld und Verantwortung auf den Punkt. Die Fotos und die mit Schülernamen gekennzeichneten Texte sind Originalbeiträge; die Rechtschreibung der Texte wurde von den Deutschlehrern normgerecht gestaltet.