Rückblick auf zwei erfolgreiche Qualifizierungsseminare der Fachstelle

Wie schon im November letzten Jahres haben wir, die Fachstelle Fachpersonal im Kompetenznetzwerk „Demokratieförderung in der beruflichen Bildung“, zwei Qualifizierungsseminare mit Berufsschullehrkräfte und Ausbilder*innen durchgeführt. Der Titel lautete in beiden Fällen „Umgang mit demokratiefeindlichen Äußerungen“. Als Kooperationspartner*innen standen uns wieder das Qualifizierungsförderwerk Chemie (QFC) und die Gemeinnützige Bildungsgesellschaft der GEW Hessen (lea-bildung) zur Seite.

Beginnend mit einem alltags- und handlungsorientierten Verständnis von Demokratie näherten wir uns zunächst den verschiedenen Dimensionen von demokratiefeindlichen und diskriminierenden Positionen an, um diesen dann mit pädagogischen Tools zu begegnen. So konnten die Teilnehmenden in theaterpädagogischen Übungen ihre Praxis reflektieren. Als Abschluss wurde wiederum ein Blick auf die Strukturen von Demokratieförderung an den jeweiligen Lernorten geworfen, um externe Angebote und gute Praxis sichtbar zu machen.

Die Berufsschullehrerin Silke Winter unterstreicht, warum Demokratiefeindlichkeit ein wichtiges Thema ist: „Ich werde als Berufsschullehrerin immer wieder mit demokratiefeindlichen Äußerungen meiner Schüler*innen konfrontiert. Manche erfolgen unbedacht und sind auf Unwissenheit zurückzuführen, hinter anderen verbergen sich durchaus bedenkliche Einstellungen zum Zusammenleben in unserer Gesellschaft.“ Das Seminar habe sie in ihrem Engagement bestärkt: „Mir wurden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und ich hatte Gelegenheit, meine eigene Arbeit zu reflektieren.“ Matthias Friedrichs, der bei der INN-tegrativ gGmbH Auszubildende anleitet, bringt den Mehrwert von Demokratiepädagogik auf den Punkt: „Ein gut eingestellter Wertekompass ist die Grundlage für eine spätere positive Tätigkeit in einem Verwaltungsberuf. Darum ist es wichtig, dass dieser möglichst gut in der Ausbildung vermittelt wird“.