Kompetenzzentrum „Hass im Netz“

Sensibilisierung von Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit über Propaganda von extremistischen Kräften in sozialen Medien

Das Logo von Hass im Netz in Großbuchstaben. Der Hintergrund des Logos ist weiß, die Schrift ist in grauer und orangener Farbe.

jugendschutz.net wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als Kompetenzzentrum Hass im Netz gefördert. Das Kompetenzzentrum hat das Ziel, alle, die fachlich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, dabei zu unterstützen, Rechtsextremismus und islamistischem Extremismus im Netz wirksam zu begegnen. Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit sollen kontinuierlich und bedarfsgerecht informiert und dafür sensibilisiert werden, in welcher Weise soziale Medien von extremistischen Kräften als Propagandaplattformen genutzt werden. Die Analyse extremistischer Phänomene im Netz, die Entwicklung von Gegenstrategien und das Einspeisen der Expertise in die Praxis sind Schwerpunkte der Arbeit.

Neben dem dauerhaften Monitoring rechtsextremer und islamistischer Internetangebote führt das Kompetenzzentrum Recherchen zu besonders relevanten Aspekten extremistischer Phänomene im Netz durch. Gezielt werden hierbei auch Social-Media-Plattformen in den Blick genommen, da sich dort ein Großteil extremistischer Propaganda abspielt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Vorträgen und Workshops aber auch in Rahmen digitaler Angebote an die Fachpraxis vermittelt.

Das Präventions-, Informations- und Bildungsangebot von jugendschutz.net umfasst verschiedene Veranstaltungsformate, darunter Workshops in Präsenz-, Hybrid- oder Distanzform zu Einzelaspekten des Themenfelds sowie Überblicks- und Einführungsveranstaltungen.

Nach Bedarf und in Absprache werden Vorträge, Workshops und Schulungen von einer Stunde bis zu eintägigen Veranstaltungen angeboten. Sie befassen sich mit den verschiedenen Erscheinungsformen, Phänomenen und Tendenzen von Online-Extremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Internet (allgemein und unter der Perspektive des Jugendmedienschutzes) bis hin zu Möglichkeiten der Auseinandersetzung damit und des Empowerments. Die Angebote werden jeweils auf Zielgruppe und Thema abgestimmt konzipiert und richten sich vor allem an Multiplikator:innen, pädagogische Fachkräfte und Behörden (z.B. der Strafverfolgung), aber auch an Jugendliche.

Weiterhin bietet jugendschutz.net mit „Hate Speech – Was tun?“ einen Open-Online-Kurs für alle, die privat oder beruflich gegen Hass im Netz vorgehen wollen. Vermittelt werden Wissen, Tipps und Techniken – von Definition und Wirkung von Hassrede bis zur Entwicklung eines eigenen Monitoringsystems und bedarfsgerechter Gegenstrategien unter dem Link abrufbar.