Extremistischer Salafismus als Jugendkultur

Sprache, Symbole und Style

Ein Foto von jemandem, der ein salafistisches Video auf dem Handy anschaut. Es ist über die Schulter fotografiert und zeigt die Hände, die das Handy im Querformat halten. Auf dem Handyvideo sind zwei salafistische Kämpfer zu sehen mit einer Waffe. Das Video hat arabische Untertitel.
Literatur
Erscheinungsjahr: 2017
Medienart: Webseite
Autor:in: Ministerium des Innen des Landes Nordrhein-Westfalen

Extremistischer Salafismus ist ein viel diskutiertes Problem, das über eine teilweise sehr intensive mediale Berichterstattung in den Blick einer breiten Öffentlichkeit gelangt ist. Anschläge und Anschlagsversuche im benachbarten Ausland und in Deutschland erregen Unruhe und Besorgnis. Viele junge Männer und Frauen sind in den letzten Jahren aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist, um sich am dort andauernden Bürgerkrieg zu beteiligen. Salafismus ist als „Sicherheitsproblem“ und gesellschaftliche Herausforderung erkannt.

Salafismus ist offenbar gerade für junge Menschen attraktiv. Sie sondern sich von der Mehrheitsgesellschaft ab und scheinen einen eigenen Code für die Kommunikation entwickelt zu haben. Jihadisten werben um sie und setzen dabei vor allem im Internet oft eine geschickt inszenierte Bildersprache und aufreizend Musik als Stilmittel ein.

Die salafistische Propaganda spricht junge Menschen, vor allem auf emotionaler Ebene an, dass heißt sie „erreicht den Bauch eher als den Kopf“. Was motiviert salafistische Extremisten, wie kommunizieren sie und wie kann man sie erkennen? Und was macht diese Form des Extremismus gerade für junge Menschen attraktiv? Das sind die wesentlichen Fragen, die diese Broschüre beantworten möchte.